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Tiere, Parkplätze, Sensationen
12:15-13:15

Vom Weltall aus hat man alles im Blick – zum Beispiel Tiere, die um die Welt reisen. Aber auch Parkplätze in der eigenen Stadt. Die Satellitendaten können Grundlage für spannende Analysen sein. Wie das geht, erklären der Leiter des Icarus-Programms Martin Wikelski und der Webentwickler Hans Hack.


Hans Hack:
Luftbilder, die die Stadt Berlin als offene Daten ungefähr einmal im Jahr zur Verfügung stellt, zeigen die Stadt von oben. Die Straßen und Gebäude, die Parks und Gehwege. Und: Die Autos in der Stadt, um die in den vergangenen Jahren eine zunehmende Diskussion entstanden ist. Größtenteils Privatfahrzeuge, die parkend und fahrend, einen großen Platz in der Stadt beanspruchen. Wie viel Platz genau, dazu gibt es bisher keine Daten. Hans Hack hat auf Basis der Luftbilder ein Crowd-Projekt gestartet, um die Autos auf den jüngsten Luftbildern von Berlin zu zählen. Dafür hat er ein Tool gebaut, mit dem sich Autos markieren lassen: den Car-Tagger. So entsteht ein immer größer werdender Datensatz. Etwa 60 Freiwillige haben seit September 2020 schon fast die Hälfte der Fläche Berlins gezählt. In Friedrichshain-Kreuzberg etwa parkten am Tag der Luftaufnahme 38.351 Autos. Der Datensatz wird frei zur Verfügung gestellt, damit er von anderen für journalistische, politische oder künstlerische Projekte weitergenutzt werden kann. Aktuell wird für das Projekt mit den Daten außerdem maschinelles Lernen zur Erkennung von Autos trainiert. Hans erzählt in seinem Talk von der Arbeit mit Luftbildern, von den Herausforderungen des Crowdtaggings und warum es manchmal ein wichtiges Datenprojekt sein kann, überhaupt eine Datengrundlage zu erstellen.

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Max-Planck-Institut
Gründer des Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie
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Webentwickler
Webentwickler für Daten­visualisierung und Karten
Moderation
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GEO-Redakteur
GEO-Redakteur zu Forschung und Wissenschaft
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Basis-Ticket: 25€

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Zugriff auf sämtliche Talks und Workshops, auch als Aufzeichnungen nach der Konferenz verfügbar. Außerdem ein Hardwarepaket im Wert von 150 Euro. Darin enthalten sind alle Bauteile, die man bei den Workshops braucht: Octopus-Platine, Sensor für eine CO2-Ampel, ein Geschwindigkeitsmesser, ein Fitnessarmband sowie Bauteile für den Mikroplastiksammler. (Buchung über unseren Partner MFG)